Jusos fordern: Künast und Göring-Eckhardt sollten Bahnfahren

15.02.07: Die nordhessischen Jusos sind verwundert über die Vorschläge von der Grünen Ex-Verbraucherschutzministerin Renate Künast und der Grünen Vizepräsidentin des Deutschen Bundestages, Kathrin Göring- Eckhardt. Beide hatten sich vehement für japanische Hybrid-Autos der Marke Lexus und Toyota stark gemacht. Künast ging sogar soweit, dass sie zum Kauf von japanischen Hybrid-Autos aufgerufen hat. „Vielleicht hat Frau Künast ja schon einen Beratervertrag mit denen abgeschlossen“, so Tim Schmuch, Stellvertretender Juso-Bezirksvorsitzender Hessen-Nord und Stellvertretender Juso-Landesvorsitzender von Hessen.

„Mit der Realität jedenfalls haben die Produktempfehlungen der beiden Luxus-Klimaschützerinnen nichts zu tun. Denn der von dem Duo als Wunderwaffe gefeierte Hybrid-Antrieb lohnt sich nur in der Stadt. Auf Überlandstrecken und der Autobahn bringt die Technik gar nichts, im Gegenteil, denn da schleppt man den zusätzlichen Ballast des Elektromotors mit sich herum. Auf diesen Strecken hat der Dieselmotor klare Verbrauchsvorteile,“ so Schmuch. Göring-Eckhardts neuer Dienstwagen, eine japanische Limousine der Oberklasse, sei alles andere als umweltfreundlich, denn der Hersteller gebe den Verbrauch mit rund 11 Litern Superplus und einem CO2-Ausstoß von rund 23 Kilogramm pro 100 Kilometer an. „Das ist meilenweit von den Grenzwerten entfernt, die die Grünen vorgeschlagen haben“, so Tim Schmuch.

Anstatt auf große und schwere japanische Luxusautos zu setzen, deren Verbrauch hoch ist, sollten nach Ansicht der Jusos Künast und Göring-Eckhardt lieber auf deutsche Kleinwagen zurückgreifen. „Da gibt es viele Produkte, die nicht mehr als 4 Liter Dieselkraftstoff für 100 Kilometer benötigen. Auch von deutschen Herstellern. Aber solche Autos sind den beiden Damen wohl nicht gut genug“, so die Jusos.

Die nordhessischen Jusos forderten die Grünen auf, die Werbekampagne für den japanischen Autohersteller einzustellen und sich um tatsächlich umwelt-freundliche Lösungen zu bemühen, anstatt um Showeffekte. „Die beiden sollten doch mal öfter mit der Bahn fahren, denn eine Netzkarte Erster Klasse haben Künast und Göring-Eckhardt als Bundestagsabgeordnete ja schon. Das käme den Steuerzahler auch viel billiger als die spritfressenden Luxusdienstwagen der Beiden“, so die Jusos.

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