Nordhessische Jusos fordern Konsequenzen aus dem massenhaften Sterben von Flüchtlingen im Mittelmeer zu ziehen

Kassel: Die nordhessischen Jungsozialisten fordern die verantwortlichen politischen Akteure in Deutschland und der Europäischen Union auf, aus dem massenhaften Sterben im Mittelmeer Konsequenzen zu ziehen.
„Erneut sind hunderte Menschen auf der Flucht vor Mord, Gewalt und Hunger im Mittelmeer ertrunken. Europa hat versagt! Wir nehmen zum Schutz unserer Außengrenzen jedes Jahr billigend den Tot von hunderten Menschen in Kauf. Das ist ein Skandal, der dringend beendet werden muss“, erklärte Oliver Schmolinski, Bezirksvorsitzender der nordhessischen Jusos.

Die Jusos fordern endlich politische Konsequenzen aus einer völlig verfehlten EU-Flüchtlingspolitik zu ziehen.
„Wir müssen schnellstmöglich das ehemalige italienische Seenotrettungs-programm Mare Nostrum reaktivieren und zur gemeinsamen EU-Aufgabe machen, da offensichtlich das zum 1. November 2014 gestartete erheblich kleinere EU-Nachfolgeprogramm Triton tagtäglich kläglich versagt. Dabei muss vor allem Italien finanziell durch die EU unterstützt werden. Zudem muss Europa bessere Wege für legale Zuwanderung von Flüchtlingen finden. Nur wenn wir Einwanderungskorridore schaffen, klare und berechenbare Regeln für eine Einwanderung in die EU aufstellen, können wir den skrupellosen Schleppern das Handwerk legen.
Schlussendlich müssen wir als größter Wirtschaftraum der Welt dazu beitragen, die globale Ungleichheit stärker zu reduzieren. Die Menschen fliehen vor Terrorgruppen, desolaten und zusammenbrechenden Staaten und bitterster Armut. Gegen diese Ursachen muss Europa wirkungsvoll vorgehen. Nur wenn wir den Menschen in ihrer jeweiligen Heimat eine lebenswerte Perspektive, Sicherheit und Frieden bieten können, werden sie ihre Zukunft zu Hause und nicht in der Flucht sehen. Es ist die politische Aufgabe der EU, vor allem hierzu beizutragen, so Schmolinski abschließend.
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