Jusos Hessen-Nord

Juso Verbandstag 2022

Liebe Genossen*innen,

Zum ersten Verbandstag im Jahr 2022 laden die nordhessischen Jusos am Sonntag, den 9. Oktober 2022 recht
herzlich alle nordhessischen Juso‐Mitglieder nach Bad Hersfeld ein! Der Verbandstag beginnt um 11:00 Uhr und
endet gegen 17:00 Uhr. Tagungsort ist das Romantik Hotel zum Stern, Linggplatz 11, 36251 Bad Hersfeld.
Zufahrt bei Anreise mit dem Auto ist die Webergasse 6. Als Thema steht dieses Mal die Reform des Justizvollzugs
auf der Tagesordnung. Der Teilnehmerbeitrag beträgt 5 € pro Person und ist in bar vor Ort zu entrichten.
Mittagessen, Getränke, Kaffee, Imbiß und Kuchen werden kostenlos von uns zur Verfügung gestellt.
Fahrtkosten werden den nordhessischen Jusos erstattet.

 

ANMELDUNG

Verbindliche Anmeldungen sind bis zum 29. September 2022
über das Online‐Formular auf unserer Homepage möglich!
Anmeldeadresse einfügen

 

Verbandstag Flyer 2022

 

 

Seminareinstieg

Wir wollen das Seminar mit einer kurzen Vorstellungsrunde beginnen und Eure Erwartungen abfragen.
Anschließend arbeiten wir in zwei kleinen Workshops zu den Themen Juso-Verbandsarbeit, Strukturen, Arbeit vor Ort, Unterstützungsmöglichkeiten, Vernetzung, Neumitglieder.

 

Workshop 1: Alltag in Gefängnissen/ Resozialisierung 

Resozialisierung ist ein zentraler Bestandteil des hessischen Justizvollzuges. Doch erfüllt der hessische Justizvollzug seine
Vorgaben, Gefangene wieder in die Gesellschaft einzugliedern? Wie nehmen Gefangene die Programme auf? Ist es überhaupt
möglich, innerhalb des Kontextes Gefängnis Menschen zu resozialisieren? Wo braucht es mehr Unterstützung von Seite der
Landesregierung und was haben Haftbedingungen mit der Bereitschaft zur Partizipation an solchen Maßnahmen zu tun?
Gemeinsam wollen wir mit der Vorsitzenden des hessischen Hauptpersonalrates Justizvollzug, Birgit Kannegiesser diskutieren.

Workshop 2: Ersatzfreiheitsstrafen und Freiheitsstrafen unter 2 Jahren

Wie sinnvoll sind Ersatzfreiheitsstrafen und Freiheitsstrafen unter zwei Jahren? Werden Menschen im Strafverfahren zu einer
Geldstrafe verurteilt und können oder wollen diese nicht zahlen, droht nach den zunächst gegebenen Möglichkeiten der Ratenzahlung und der gemeinnützigen Arbeit die sog. Ersatzfreiheitsstrafe. Wie sinnvoll aber ist es, eine ausdrücklich nicht als Freiheitsstrafe ausgeurteilte Strafe sodann doch in solch eine umzuwandeln? Und trifft dies nicht vor allem Menschen, die bereits sozial und finanziell schwerer belastet sind? Welche Alternativen gibt es hierzu und was können wir ändern? Daneben wollen wir uns mit der Sinnhaftigkeit von kurzen Freiheitsstrafen beschäftigen – wie kann bei kurzen Gefängnisaufenthalten das Ziel der Resozialisierung tatsächlich verfolgt und erreicht werden, insbesondere im Hinblick auf häufig hohe Rückfallquoten gerade in diesem Bereich? Passend zur angestrebten Reformierung des Sanktionenrechts des Bundesministeriums der Justiz wollen wir uns diesen Fragen insbesondere aus kriminologischer Sicht nähern.

Workshop 3: Frauen in der JVA

Während nur deutlich weniger Frauen* als Männer* deutschlandweit inhaftiert sind (3.321 weibliche Inhaftierte gegenüber
56.746 männlichen Inhaftierten) ist der Alltag gerade für Frauen* oftmals schwieriger: Es gibt nur weniger Vollzugsanstalten
für Frauen*, und diese sind oftmals weit vom Heimatort entfernt. Gerade für Frauen* mit Familie oder für schwangere Frauen* ist der Gefängnisalltag u.a. deswegen eine große Herausforderung. In diesem Workshop wollen wir uns mit der Frage befassen,welche Schwierigkeiten es für Frauen* im Vollzug gibt, und wie sich dies anders gestalten ließe.

Workshop 4: Drogen und Gesundheit

Der Umgang mit Drogen, Sucht und den Auswirkungen auf den Einzelnen und die Gesellschaft ist schon grundsätzlich ein –
leider – oft tabuisiertes Thema. Noch viel weniger wird jedoch über die Frage gesprochen, wie sich bspw. Abhängigkeiten,
Entzug und Therapie auf das Leben von Strafgefangenen auswirken. Nicht nur während der Haft, sondern auch danach stehen
Betroffene vor großen Herausforderungen und haben oft einerseits mit der Sucht selbst, andererseits aber auch mit sozialer
Ausgrenzung und wirtschaftlichen Problemen zu kämpfen, die ihr Leben bestimmen. In diesem Workshop wollen wir die
aktuelle Situation beleuchten und Antworten suchen, wie die bestehenden Ansätze verbessert werden können.