Merkel hört die Signale?

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Es verbleiben nur noch 10 Tage bis zur Bundestagswahl. Das hat inzwischen wohl sogar die CDU bemerkt und wacht langsam auf aus ihrem Dornröschenschlaf der „asymmetrischen Demobilisierung“. Dass sie damit dieses Mal vielleicht nicht nur die Wähler der gegnerischen Parteien, sondern auch die eigenen demobilisieren könnte, scheint ihr schmerzhaft bewusst zu werden. Während die SPD nach dem Kanzler*innenkandidat*innen-Duell Aufwind verspürt, fürchtet die CDU Opfer der eigenen Strategie zu werden. Statt auf Inhalte setzte sie noch während des Duells auf Personenkult und Deutschlandkette. Doch wie sollte die Partei sonst agieren, wenn sie außer einer populären Kanzlerin und vielen leeren Schachteln mit schönen Etiketten nicht viel zu bieten hat?

So besteht die Kampagne der CDU einzig und allein aus einer präsidialen Angela Merkel, die statt anzupacken ihre Hände im Stillstand zur Raute faltet und nicht müde wird ihr Mantra „Deutschland geht es gut!“ zu wiederholen.  Ob das ausreicht die eigenen Anhänger in die Wahlkabine zu locken? Offensichtlich zweifeln Angie und Co inzwischen daran. Doch wie sollen sie die eingelullten Konservativen so kurz vor der Wahl aufwecken ? Ein perfider Plan muss her und ist auch schnell gefunden. Wenig erschüttert das konservative Herz so sehr wie die Angst vorm bösen Kommunismus, welcher uns selbstverständlich sofort ins Haus stände, sobald die Linkspartei an einer Regierung beteiligt wäre. Rot-Rot-Grün heißt also das Schreckgespenst, das angeblich bald sein Unwesen in der Bundesrepublik treiben werde. Angela Merkel spricht von einem bösen Erwachen, dass es am Tag nach der Wahl geben könne.  „Es kann sein, dass man mit Rot-Rot-Grün aufwacht“, sagt sie und andere CDU-Funktionäre wie Armin Laschet, Volker Bouffier und Thomas Strobl pflichten ihr bei. Da zählt das Wort eines Peer Steinbrück nicht viel, der diese Möglichkeit explizit ausschließt. Eine Rot-Rot-Grüne-Koalition wird es nicht geben, jedenfalls nicht bei dieser Bundestagswahl. Das weiß Angela Merkel so gut wie Peer Steinbrück.

 

von Lara Kannappel

Autoren:Sebastian Fiedler

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